Überblick über Sprecherinnen und Sprecher sowie Vorträge für den (Hybrid) Big Techday 21

Big Think Day

Heute erreicht die Menschheit neue Höhen des wissenschaftlichen Verständnisses und scheint gleichzeitig den Verstand zu verlieren. Warum werden wir mit Fake News, medizinischer Quacksalberei, Verschwörungstheorien und "Post-Truth-Rhetorik" überschwemmt? Es kann nicht sein, dass der Mensch nur eine irrationale Spezies von Höhlenmenschen aus Zeiten ist, die mit Vorurteilen, Trugschlüssen und Illusionen beladen sind. Schließlich entdeckten wir die Naturgesetze, verlängerten und bereicherten unser Leben und entdeckten die Maßstäbe für die Rationalität selbst. Stattdessen denken wir auf eine Weise, die in den Low-Tech-Kontexten, in denen wir den größten Teil unseres Lebens verbringen, vernünftig ist, aber versäumen es, die leistungsstarken Werkzeuge der Argumentation zu nutzen, die unsere besten Denker im Laufe der Jahrtausende entdeckt haben: Logik, kritisches Denken, Wahrscheinlichkeit, Korrelation und Kausalität sowie optimale Möglichkeiten, Überzeugungen zu verändern und sich individuell und mit anderen zu Entscheidungen zu verpflichten. Außerdem das rationale Streben nach Eigeninteresse, sektiererischer Solidarität und erhebender Mythologie durch Individuen kann in einer Gesellschaft zu lähmender Irrationalität führen. Kollektive Rationalität hängt von Normen ab, die Objektivität und Wahrheit fördern sollen. Rationalität ist wichtig. Sie führt zu besseren Entscheidungen in unserem Leben und im öffentlichen Raum und ist der ultimative Motor für soziale Gerechtigkeit und moralischen Fortschritt.

Steven Pinker ist ein sehr gefragter und provokanter Sprecher. Als Kognitionswissenschaftler zählt er laut TIME zu den 100 einflussreichsten Menschen auf der Welt. Seine Vorträge haben Millionen von Menschen geholfen, die Wissenschaft hinter menschlicher Sprache, Denken und Handeln zu entmystifizieren. Pinker ist Harvard-Professor, TED-Sprecher und Bestsellerautor und wurde zweimal für den Pulitzer-Preis nominiert. Nicht nur in der Wissenschaft ist Pinker hoch angesehen, auch in den Mainstream-Medien werden seine Arbeit und Ansichten ausführlich behandelt und erreichen ein breites Publikum. Steven Pinker stammt aus Montreal und ist Johnstone-Professor für Psychologie an der Harvard University. Zuvor lehrte er in Stanford und am MIT. Er ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und der American Association for the Advancement of Science. Er hat eine Reihe von Lehrpreisen gewonnen, und seine Forschung über visuelle Kognition und die Psychologie der Sprache hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Troland Award der National Academy of Sciences.

Abenteuer

Technological Advancements in Football: Insights and Lessons Learned from the TSG ResearchLab (auf Englisch)

Dr. Adam Beavan, Wissenschaftler, TSG ResearchLab

Die Einführung neuer Technologien im Sport ist deutlich schneller als die Bewertung des praktischen Wertes innerhalb eines Vereins sowie die Untersuchung der besten Nutzung durch Praktiker. Die Wissenschaft muss oft aufholen, wenn es darum geht, die besten Anwendungen neuer Technologien zu bewerten, die in diesem Bereich eingeführt werden. In den letzten vier Jahren promovierte Adam bei der TSG Hoffenheim über die Entwicklung neuester Technologien, um die Leistung von Sportlern im Fußball zusammen mit einem wissenschaftlichen Ansatz bestmöglich zu messen und zu trainieren. Mit dem neu eröffneten TSG ResearchLab baut Adam seine Arbeit weiter aus, indem er den praktischen Wert neuer Technologien im Sport bewertet und untersucht, ob wir dieses Wissen auf andere Gesellschaftsbereiche übertragen können.

Adam Beavan, PhD, ist Wissenschaftler am TSG ResearchLab in Deutschland. Adam promovierte über die Erforschung und Entwicklung neuester Technologien, die die kognitiven Fähigkeiten von Athleten am besten messen und trainieren. Weiterhin untersucht Adam innerhalb eines sportpsychologischen Kontextes Daten, um Expertise im Sport besser zu erklären, sowie ob die Lernresulate von "What makes certain athletes great?" auch auf nicht-sportliche Bereiche übertragen werden können.

Ich bin Kilian Bron, 29, aus Annecy in den französischen Alpen und professioneller Enduro-Mountainbiker für Commencal. Kurz gesagt verbringe ich einfach gerne Zeit draußen in den Bergen. Skifahren im Winter und Mountainbiken im Sommer... Ich habe es immer genossen, abseits befestigter Wege die Umgebung über die bekannten Pfade und Gipfel hinaus zu erkunden. Das ist auch der Grund, weshalb ich eine echte Leidenschaft für Reisen mit Content-Produktion verbinde.

Aber ich bin auch Rennfahrer, was eines der Hauptthemen meines Vortrags sein wird. Mit den Jahren wurden der berühmte Mountain of Hell und die Megavalanche zu meinen wichtigsten Rennzielen. Ich habe die letzten drei Ausgaben des Mountain Of Hell gewonnen und wurde Zweiter der beiden letzten Megavalanche.

Der iFly15-Tragflügelkatamaran

Ernst-Michael Miller

Michael Miller hat Luftfahrttechnik an der Technischen Universität München studiert und anschließend ein Unternehmen für virtuelle Produktentwicklung und Produktlebenszyklusmanagement gegründet, wo er in High-Tech-Beratungsprojekten tätig war. In diesem Vortrag spricht er jedoch über sein zweites Berufsleben, das er seiner Leidenschaft gewidmet hat: Foiling-Katamarane. Während er durch die Geschichte führt, wie die Technologie für Flugboote Wirklichkeit wurde, zeigt und erklärt er verschiedene Bootstypen in Aktion im Laufe der Entwicklung der letzten Jahre, in denen kontinuierliche technische Verbesserungen den Sport sicherer, stabiler und damit auch schneller gemacht haben.

Künstliche Intelligenz

IoT Device Data Processing at KONUX from Zero to One (auf Englisch)

Marc Gaines, Chief Architect, KONUX GmbH
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Als KI-Startup zur Revolutionierung und Digitalisierung von Wartungssystemen für Eisenbahninfrastrukturanlagen müssen wir schnell iterieren, schnell lernen und uns kontinuierlich anpassen. Die Verarbeitung der Daten unserer IoT-Geräte ist das Kernelement des KONUX Predictive Maintenance Systems. Während der evolutionären Schritte von einem Verarbeitungssystem, das für einige IoT-Geräte funktioniert, hin zu einer Verarbeitungslösung, die im Maßstab funktioniert, haben wir viel gelernt und einige Fehler gemacht. In diesem Vortrag möchte ich Ihnen von dem Weg, den wir eingeschlagen haben, den Herausforderungen, vor denen wir standen, und den Lehren, die wir daraus gezogen haben, erzählen.

Superior AI-First Customer Experience for the Enterprise (auf Englisch)

Mady ManthaRasa

Das heutige Kundenerlebnis ist ein Labyrinth, das Kunden und Mitarbeiter desillusioniert und enttäuscht zurücklässt. Dieser Vortrag wird Ihnen zeigen, wie Sie AI-first Kundenerlebnisse konzipieren und bereitstellen können, die den Wert steigern. Wir werden über Rasas Open-Source-KI-Plattform für Gespräche sprechen, die es Unternehmen ermöglicht, ihr Automatisierungsschicksal zu steuern, das NLU- und ML-gestützte Dialogmanagement, das auf sich wandelnde Bedürfnisse der Kunden reagiert und sich ständig verbessert, und Best Practices, die sich auf erfolgreiche Umsetzung und hohe Wirkung konzentrieren.

Mady Mantha ist die Head of Evangelism bei Rasa. Sie verfügt über jahrelange Erfahrung im Aufbau von ML-getriebenen Produkten bei Think Tanks, Startups und Unternehmen. Mady studierte Informatik und Mathematik an der Georgetown University

Open Ecosystem for integrated Machine-Learning Workflows (auf Englisch)

Dr. Sebastian RhodeZEISS

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Heutige Bildgebungssysteme können automatisch riesige Mengen an großen Datensätzen erzeugen. Die größte Herausforderung besteht nun darin, aus diesen Bildern "umsetzbare Informationen" zu extrahieren und ist damit ein wichtiges Thema für ZEISS. Eines der wichtigsten Werkzeuge zur Bewältigung dieser Herausforderungen im Bereich der Computervision ist der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Verarbeitung, Segmentierung und Klassifizierung von Bildern. Die Herausforderung besteht jedoch darin, einen flexiblen und offenen Technologie-Stack zu schaffen, um mit diesem sich sehr schnell entwickelnden Bereich Schritt zu halten und in der Lage zu sein, neue Werkzeuge aus verschiedenen Open-Source-Software-Projekten (OSS) einzubinden, die integraler Bestandteil der KI-Computer-Vision-Community sind. Unser Ansatz besteht darin, ein offenes und flexibles Ökosystem unterschiedlicher KI-basierter Tools zu nutzen, die stark auf OSS-Tools, Standard-Datenformaten und dem Einsatz von Python-, Cloud- und Docker-Technologien beruhen. Dieses Ökosystem erlaubt es uns, Code für viele verschiedene Projekte wiederzuverwenden und gibt uns gleichzeitig die Möglichkeit, die Endbenutzeranwendungen je nach spezifischen Bedürfnissen und Anforderungen anzupassen.

Sebastian Rhode hat Chemie mit Schwerpunkt Biochemie in München studiert, wo er 2002 seine Diplomarbeit über die Aufnahme von Viren in lebende Zellen mittels Einzelmolekül-Mikroskopie mit maßgeschneiderten Mikroskopsystemen schrieb. Er entschied sich für eine Promotion in Biophysik und schloss sich der Gruppe von Gerhard Schütz am Institut für Biophysik in Linz in Österreich an, wo er die Abbildung einzelner Moleküle in lebenden Zellen mit optischen Mikroskopen und AFMs fortsetzte. Vier Jahre später kehrte er nach München zurück und begann als Projektleiter für die Entwicklung verschiedener Bildgebungssysteme inkl. Softwarelösungen. 2012 wechselte er zu Carl Zeiss Microscopy, um sich auf alle Aspekte der automatisierten Mikroskopie und Bildanalyse zu konzentrieren. Derzeit ist er verantwortlicher Product Owner für Machine Learning-Lösungen innerhalb des ZEN-Mikroskopie-Ökosystems und der cloudbasierten Verarbeitungsplattform APEER sowie für das CZI-Bilddatenformat.

Deepfakes am Limit - Fake-Videocalls mit Künstlicher Intelligenz

Thomas Endres, Martin Förtsch und Jonas MayerTNG

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Stellen Sie sich das mal vor: Jemand nimmt mit einem digitalen Ebenbild Ihrer Person an einem Live-Videoanruf teil. Heutige Echtzeit-Deepfake-Technologie erlaubt es, mit bloßem Auge kaum noch unterscheidbare "Doppelgänger" einer Person zu erzeugen. Das TNG Innovation Hacking Team forscht seit dem Jahr 2019 intensiv an der künstlichen Intelligenz rund um Echtzeit-Deepfakes und entwickelt diese ständig weiter. Das Endergebnis und die einzelnen Schritte hin zum Fotorealismus werden in diesem Vortrag vorgestellt. Seit ihrer Entstehung im Jahr 2017 haben sich Deepfakes von einer KI-Spielerei zu einem mächtigen Werkzeug weiterentwickelt. Auch Medienformate wie Leschs Kosmos, Galileo und anderen Sendungen arbeiten inzwischen mit TNG-Deepfakes. In dem Vortrag zeigen wir die verschiedenen Evolutionsschritte der Deepfake-Technologie, beginnend mit dem "Ur"-Deepfake und endend mit Echtzeit-Deepfakes des gesamten Kopfes. Mehrere Live-Demos bringen dem Publikum einzelne Bestandteile der Software näher. Dabei gehen wir insbesondere auf verschiedene neue Technologien zur Verbesserung der Deepfake-Erzeugung wie zum Beispiel Tensorflow 2 und MediaPipe und die Unterschiede zu unseren früheren Umsetzungen ein.

Thomas Endres arbeitet in der Rolle eines Partners als IT-Consultant für TNG Technology Consulting in München. Neben seiner "normalen" Tätigkeit für die Firma und die Kundenprojekte entwickelt er zusammen mit dem TNG-Hardware-Hacking-Team veschiedene Prototypen - darunter ein Telepräsenz-Robotik-System, mit dem man die Realität aus den Augen eines Roboters erleben kann, oder aber eine Augmented-Reality-KI, die die Welt aus der Perspektive eines Künstlers zeigt. Er arbeitet an Anwendungen im Bereich der AR/VR, KI sowie der Gestensteuerung, um damit beispielsweise Quadrokopter autonom fliegen zu lassen oder berührungslos zu steuern. Darüber hinaus ist er in verschiedenen Open-Source-Projekten in Java, C# und allen Spielarten von JavaScript involviert. Thomas ist studierter Informatiker (TU München) und leidenschaftlicher Softwareentwickler. Als Intel Software Innovator und Black Belt präsentiert er weltweit neue Technologien wie KI, AR/VR und Robotik. Dafür erhielt er unter anderem einen JavaOne Rockstar-Award.

Martin Förtsch ist ein IT-Berater der TNG Technology Consulting GmbH mit Sitz in Unterföhring bei München und studierte Informatik. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Agile Development (hauptsächlich) in Java, Suchmaschinentechnologien, Information Retrieval und Datenbanken. Als Intel Software Innovator und Intel Black Belt Software Developer ist er darüber hinaus intensiv in der Entwicklung von Open-Source Software im Bereich der 3D-Kameratechnologien und dem Internet of Things involviert. Darüber hinaus hält er zahlreiche Vorträge auf nationalen und internationalen Konferenzen zu den Themen Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Augmented Reality und Test Driven Development. Er wurde unter anderem mit dem Oracle JavaOne Rockstar ausgezeichnet.

Jonas Mayer arbeitet im Innovation Hacking Team der TNG Technology Consulting und beschäftigt sich dort hauptsächlich mit der Entwicklung von innovativen Showcases und Prototypen in Soft- und Hardware. So arbeitete er seit 2018 an verschiedensten Projekten, wie zum Beispiel Deepfakes, Mixed Reality KI-Kunstwerken und autonom fliegenden Minidrohnen. Jonas studierte Informatik: Games Engineering an der TU München und beschäftigte sich dabei neben den üblichen Spieleprojekten auch intensiv mit High Performance Computing und Machine Learning.

Die Shitposting-KI - Eine ironische Lösung für fruchtlose Onlinediskussionen

Jonas Mayer, Thomas Endres und Martin FörtschTNG

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Mit Hilfe moderner KI-Ansätze wie GPT-2, Tacotron und Conformers haben wir Roboterköpfe entwickelt, die vollständig autonom unter sich eine Kommentarspaltendiskussion führen und somit menschliches Mitdiskutieren überflüssig machen. Das TNG Innovation-Hacking-Team hat einen Prototypen eines Ende-zu-Ende-Systems für Natural Language Understanding entwickelt, bei dem Techniken wie Speech-to-Text (STT), Conditional Text Generation und Text-to-Speech (TTS) zum Einsatz kommen. Kommentarspalten in sozialen Medien sind zum vorherrschenden Schauplatz des öffentlichen Diskurses geworden. Diskussionen auf Facebook, Twitter oder Reddit sind jedoch berüchtigt für ihre primitive Debattenkultur und Ergebnislosigkeit. Die offensichtliche Lösung für diese enorme Zeitverschwendung ist die vollständige Automatisierung solch fruchtloser Debatten mittels eines Bots. In diesem Vortrag zeigen wir verschiedene Kernkonzepte des NLP. Anhand von Live-Demos führen wir Sie durch das Scraping von Social-Media-Kommentaren, das Training eines Sprachmodells, die Synthese von tausenden Stimmen und die Konstruktion von IoT-Roboterköpfen.

Jonas Mayer arbeitet im Innovation Hacking Team der TNG Technology Consulting und beschäftigt sich dort hauptsächlich mit der Entwicklung von innovativen Showcases und Prototypen in Soft- und Hardware. So arbeitete er seit 2018 an verschiedensten Projekten, wie zum Beispiel Deepfakes, Mixed Reality KI-Kunstwerken und autonom fliegenden Minidrohnen. Jonas studierte Informatik: Games Engineering an der TU München und beschäftigte sich dabei neben den üblichen Spieleprojekten auch intensiv mit High Performance Computing und Machine Learning.

Thomas Endres arbeitet in der Rolle eines Partners als IT-Consultant für TNG Technology Consulting in München. Neben seiner "normalen" Tätigkeit für die Firma und die Kundenprojekte entwickelt er zusammen mit dem TNG-Hardware-Hacking-Team veschiedene Prototypen - darunter ein Telepräsenz-Robotik-System, mit dem man die Realität aus den Augen eines Roboters erleben kann, oder aber eine Augmented-Reality-KI, die die Welt aus der Perspektive eines Künstlers zeigt. Er arbeitet an Anwendungen im Bereich der AR/VR, KI sowie der Gestensteuerung, um damit beispielsweise Quadrokopter autonom fliegen zu lassen oder berührungslos zu steuern. Darüber hinaus ist er in verschiedenen Open-Source-Projekten in Java, C# und allen Spielarten von JavaScript involviert. Thomas ist studierter Informatiker (TU München) und leidenschaftlicher Softwareentwickler. Als Intel Software Innovator und Black Belt präsentiert er weltweit neue Technologien wie KI, AR/VR und Robotik. Dafür erhielt er unter anderem einen JavaOne Rockstar-Award.

Martin Förtsch ist ein IT-Berater der TNG Technology Consulting GmbH mit Sitz in Unterföhring bei München und studierte Informatik. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Agile Development (hauptsächlich) in Java, Suchmaschinentechnologien, Information Retrieval und Datenbanken. Als Intel Software Innovator und Intel Black Belt Software Developer ist er darüber hinaus intensiv in der Entwicklung von Open-Source Software im Bereich der 3D-Kameratechnologien und dem Internet of Things involviert. Darüber hinaus hält er zahlreiche Vorträge auf nationalen und internationalen Konferenzen zu den Themen Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Augmented Reality und Test Driven Development. Er wurde unter anderem mit dem Oracle JavaOne Rockstar ausgezeichnet.

Hannibal - the AI Lector (auf Englisch)

Tilman Masur und Andreas Hille, TNG

Podcasts, Sprachchats, Hörbücher - Audio ist überall! Aber können wir unseren Ohren immer trauen? Für einen Hersteller von Hörbüchern ist Vertrauen gut, aber Qualitätskontrolle ist besser. Die Überprüfung auf Fehler in einer Buchaufnahme ist jedoch ein arbeitsintensiver Prozess, bei dem Lektoren ganze Bücher anhören. In diesem Vortrag stellen wir unseren KI-Lektor Hannibal, unsere Abenteuer bei der Umwandlung von Sprache in Text und ressourcenintensive Cloud-basierte ML-Pipelines vor.

Tilman Masur ist seit eineinhalb Jahren als Praktikant und Werksstudent bei TNG, wo er sich mit Natural Language Processing und Cloud-basierten Machine Learning Pipelines beschäftigt. Für seine Astrophysik-Masterarbeit automatisiert er Beobachtungen und Datenanalyse von Exoplaneten Transits.

Andreas Hille hat Physik auf dem Gebiet der Nanooptik studiert. Später wechselte er zur Simulation von Halbleiterbauelementen und arbeitet heute als Full-Stack-Entwickler bei TNG. In internen Projekten konzentriert er sich auf maschinelles Lernen von der Audioanalyse bis hin zu Feedback-Kontrollsystemen.

Angewandte Kunst

Erinnern Sie sich, als Sie ein Kind waren und ein brandneues Buch zum Lesen bekamen? Der Geruch der knisternden Seiten, der steife ungebrochene Rücken, der glänzende Einband - eine neue Welt, die darauf wartet entdeckt und erkundet zu werden. Wäre es nicht schön, wenn man einfach ewig in dieser Flucht vor der Realität bleiben könnte? Nun, das ist im Wesentlichen das, was ich mache: Ich bin eine Geschichtenerzählerin - das ist im wahrsten Sinne des Wortes meine Berufsbeschreibung. In "The Creative Process of Storytelling" werde ich in genau das eintauchen - in die Kreativität, Anpassungsfähigkeit und Hartnäckigkeit, die es braucht, um eine Karriere mit Langlebigkeit in der Unterhaltungsindustrie zu gestalten. Es mag nach nur roten Teppichen, Verwöhnung und Glamour aussehen, aber glauben Sie mir, die Momente, die angenehm und glamourös sind, werden in Zahl deutlich von den Momenten übertroffen, die es nicht sind. Aber dafür lebe ich. Es gibt nichts anderes auf dieser Welt, was ich lieber tun würde. Was wir tun, um diese Geschichten zum Leben zu erwecken, ist oft beängstigend und fast absurd, aber es muss mit einem ruhigen Fokus und unternehmerischem Geschick in Einklang gebracht werden, um einen nachhaltigen und angenehmen Lebensstil zu führen. Viele dieser Aspekte erweisen sich als unterhaltsam, ja, aber auch universell in fast jeder Branche anwendbar. Wenn es irgendetwas gibt, was ich aus meinem BSBA-Abschluss mit 17 gelernt habe, dann ist es, dass gute Geschäfte gute Geschäfte sind - egal, was gekauft und verkauft wird. Von der Ausbildung über künstlerische Elemente, Geschäftspraktiken bis hin zu unglaublichen Anekdoten werde ich mit Ihnen einen kurzen Blick hinter den Vorhang werfen und zeigen, dass es wirklich kein Geschäft wie das Showbusiness gibt - oder doch?

Katherine McNamara spielt derzeit in "Arrow" von CW 'Mia Smoak (alias Blackstar)'. Sie ist vielleicht am bekanntesten für ihre Rolle als 'Clary Fray' in der Freeform-Serie "Shadowhunters". Die Fantasy-Serie, die auf einer Buchreihe für junge Erwachsene basiert, zog eine riesige Fangemeinde an und gewann mehrere People 's Choice Awards und Teen Choice Awards. McNamara teilt ihr schauspielerisches Talent zurzeit zwischen Fernsehen und Film auf. Zu ihren bemerkenswerten Fernsehauftritten gehören "CSI", "Unforgettable", "Jessie", "Good Morning America", PBS' "Sondheim! The Birthday Concert" und die hochgelobte Freeform-Serie "The Fosters." Ihr Leinwanddebüt gab sie in Warner Bros.' “New Year's Eve." Als wahres Multitalent hat sie ihren Lebenslauf auch um Musik bereichert. McNamara spielt Gitarre und Klavier, singt und schreibt gerne Songs und hat eine Leidenschaft für alle Tanzformen. Ihre Leidenschaft für Musik teilte sie durch die Veröffentlichung von Songs wie "Ember" (2017), erschienen im Finale der zweiten Staffel von "Shadowhunters", und "Glass Slipper" (2017) mit der Welt. Im Alter von 14 Jahren schloss McNamara die High School mit Auszeichnung ab und machte im Alter von 17 Jahren mit summa cum laude einen Abschluss in Business an der Le Bow School of Business der Drexel University. Derzeit studiert sie an der John Hopkins University einen Master of Literature. McNamara setzt sich dafür ein, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben, so unterstützt sie beispielsweise die Kampagne Girl Up der Stiftung der Vereinten Nationen zur Stärkung von Mädchen. McNamara stammt ursprünglich aus Kansas City, Missouri und lebt derzeit in Los Angeles.

Cloud

Zero to MVP in einem Jahr bei NeXR - einen Ganzkörperscanner mit Serverless-Cloud-Technologien auf den Markt bringen

Stefan ZsegoraNeXR, und Alexander KaserbacherTNG

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Serverless und moderne Cloud-Technologien haben uns dabei geholfen, innerhalb kurzer Zeit ein Minimum Viable Product zu entwickeln. Unser Produkt umfasst einen Ganzkörperscanner, das Rendering von 3D-Avataren und die Anzeige der Daten in einer App. Als Technologie-Startup mit Partnern aus der Fitness- und Fashion-Branche haben wir spezielle und spannende Herausforderungen, wie die Kontrolle des Trainingsfortschritts der Nutzer oder Virtual Fitting. Die Entwicklung einer passenden Architektur und Produkstrategie zur Erfüllung der diversen Anforderungen war eine große und spannende Aufgabe. Verglichen mit schwergewichtigeren operativen Modellen haben wir dadurch an vielen Stellen Produktions-Overhead von Beginn an verhindern können. Darüber hinaus haben uns diese Technologien dabei unterstützt, unsere Produktstrategie als Plattform weiter zu verfolgen. In diesem Vortrag möchten wir euch näher bringen, wie wir diese Ansätze eingesetzt haben, um unsere Scanner-Hardware zu bereichern und unseren Kunden zugänglich zu machen. Welche Probleme mussten wir lösen, um unsere On-Premise-Render-Pipeline in die Cloud zu migrieren? Welche Architekturentscheidungen haben uns das Leben besonders schwer gemacht? Warum ist eine Platform-Strategie so wertvoll für digitale Produkte? Darüber hinaus möchten wir unsere “Lessons Learned” diskutieren, die im Laufe unseres Vorhabens aufgekommen sind.

Stefan arbeitet bei NEXR Technologies an der Entwicklung von Ganzkörperscanner-Systemen sowie einer cloudbasierte Datenplattform, die Avatare und virtuelle Dinge jeglicher Art bereit halten wird. Er glaubt fest daran, dass Plattformen bei der Erweiterung unserer Welt um virtuelle Realitäten eine wichtige Rolle spielen werden. Nur wenn wir es schaffen, Avatare und virtuelle Dinge in hoher Qualität einfach zu erzeugen und für alle Marktteilnehmer leicht zugänglich zu machen, können solche Geschäftsmodelle erfolgreich sein. Vor seinem Einstig bei NEXR war Stefan bei unterschiedlichen Unternehmen der TMT Industrie in Berlin, Düsseldorf und München tätig. Studiert hat er Sozialwissenschaften in Duisburg und Berlin. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie am Rande von Berlin.

Alexander Kaserbacher ist Senior Consultant bei TNG Technology Consulting, wo er aktuell ein Technologie-Startup im Bereich Cloud- und App-Entwicklung unterstützt. Bereits während seines Informatik-Studiums beschäftigte er sich intensiv mit Software-Engineering und -Architektur. Seine Leidenschaft für Technologie umfasst auch die verschiedensten Auswirkungen von Software auf Unternehmen und gesellschaftliche Faktoren.

Enabling Banking-as-a-service with Lightning Speed

Hima Mandali und Dennis Winter, CTO und VP TechOps, Solarisbank

Solarisbank ist ein Technologieunternehmen mit Banklizenz, das es anderen Unternehmen ermöglicht, Finanzfunktionalitäten in ihr Produktangebot einzubetten. Nachdem die Solarisbank kürzlich ihre Serie D erfolgreich abgeschlossen und einen ihrer Wettbewerber übernommen hat, expandiert sie seit ihrem Start im Jahr 2016 immens. In diesem Vortrag erfahren Sie, welchen Weg das Unternehmen zurückgelegt hat, um einer der führenden Akteure im neuen Feld des Banking-as-a-Service zu werden. Im Rahmen der Unternehmenspräsentation erläutern die Sprecher, wie Solarisbank in den Anfangsjahren entstanden ist, was das Unternehmen heute anbietet und erläutern konkret zwei Fallstudien von Kundenunternehmen, die die technische und regulatorische Infrastruktur der Solarisbank verwenden.

Hima Mandali ist Chief Technology Officer der Solarisbank (seit Juli 2019). Als ausgewiesener Infrastrukturexperte verfügt er über langjährige Erfahrung in der Skalierung von Technologien und dem Aufbau effizienter Technologieorganisationen in regulierten Umgebungen. Er sammelte mehr als zehn Jahre Erfahrung bei der führenden US-Bank Capital One, zuletzt als Director of Software Engineering. In dieser Funktion war er für die Entwicklung und Implementierung ausgereifter Tech-Architekturen und Engineering-Produkte auf Basis von Multi-Cloud-Technologien verantwortlich. Zuvor arbeitete Hima für eine der größten Finanzdienstleistungs- und Non-Profit-Organisationen, die Teachers Insurance and Annuity Association (TIAA), und Nokia, wo er verschiedene Ingenieurspositionen innehatte. Himas Verantwortlichkeiten bei der Solarisbank umfassen die Führung der Technologieorganisation, der Technologiearchitektur und großer Technologieprojekte.

Dennis Winter ist Vice President Technical Operations bei der Solarisbank AG, einer führenden Banking-as-a-Service-Plattform mit Sitz in Berlin. Er trat 2016 in das Unternehmen ein und verantwortet die gesamte Platform- und Infrastrukturentwicklung. Dennis arbeitete mehr als 15 Jahre als Softwareentwickler in agilen Unternehmen mit zunehmendem Schwerpunkt auf Systementwicklung und Automatisierungen. Seit 2014 ist er Certified Information Systems Security Professional (CISSP) des ISC². Seine gesammelten Erfahrung setzt er heute als Tech Manager ein, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem glückliche Teams sichere, stabile und hochperformante Produkte erstellen.

Als führende Premium-Automarke blickt die AUDI AG heute auf eine lange und lebendige Geschichte der Automobil-Visualisierung zurück und hat die Messlatte in Bezug auf visuelle Qualität, Immersion und VR regelmäßig höher gelegt. Allerdings bewegen wir uns alle in einem höchst volatilen Umfeld, in dem sich Visualisierungstechnologie und Innovation in hoher Geschwindigkeit entwickeln, neue Werkzeuge und Lösungen plötzlich entstehen und die gesamte Visualisierungsbranche innerhalb von Monaten ihre Richtung ändern kann. Wie können wir als OEM, die wir gewohnt sind, langfristig zu denken, zu planen und zu entscheiden, Innovationsführerschaft sicherstellen? Wie können wir neueste Visualisierungstechnologien in eine gegebene Umgebung einführen, ohne das Rad neu zu erfinden? Was waren unsere Erfolgsfaktoren, um Visualisierung mit anderen hochmodernen Technologien wie Cloud Computing zu verschmelzen? Wir müssen Lösungen liefern, die atemberaubend und umwerfend sind, die von unseren Kunden akzeptiert werden, aber auch langfristige Stabilität und Skalierbarkeit in großen OEM-Umgebungen garantieren. Die stetige Bereitstellung moderner, zukunftsweisender Erfahrungen erfordert stabile Backend-Prozesse, tiefgreifendes Know-how in der 3D-Datenverarbeitung, hochautomatisierte Asset-Verarbeitung und Cloud-Expertise. Wir von der Audi Business Innovation GmbH und TNG möchten Ihnen einen Einblick in eine unserer jüngsten Reisen auf der Automotive Visualization Platform (AVP) geben: die Erstellung eines umfangreichen Content Production Toolsets für den Volkswagen Konzern.

Stefan Hohenadl ist Product Owner im Geschäftsbereich „Automotive Visualization Platform (AVP)“ bei der Audi Business Innovation GmbH. Stefan ist bereits seit über 10 Jahren tief in der 3D-Visualisierungsbranche verwurzelt. Erfolgreiche Visualisierung bedeutet für ihn, dass Technologie und Ästhetik stets Hand in Hand gehen. Dies macht für ihn den Reiz der Branche aus und motiviert ihn, Visualisierung immer wieder neu zu denken. In seiner aktuellen Rolle verantwortet er die Entwicklung der Content-on-Demand Lösungen der AVP. Ende 2019 mit einem kleinen engagierten Team, einem Touchpoint und wenigen 100 erzeugten Bildern pro Tag gestartet, entwickelt er mittlerweile gemeinsam mit 3 spezialisierten Teams ein hoch-skalierbares und Marken-übergreifendes System zur 3D Content Produktion für eine stetig wachsende Zahl von Touchpoints und Use-Cases mit vielen Millionen produzierten Assets.

Markus ist Senior Consultant bei TNG Technology Consulting. Von OP-Planungs Systemen am Universitätsklinikum Erlangen, über Auswertung und Simulation von Röntgen-Experimenten an der TU München, hat er sich aber auch vorher bereits für komplexe Software Probleme interessiert. Bei TNG beschäftigt er sich neben der Full-Stack Entwicklung auch gerne mit Software-Architektur und Anforderungsanalyse, am liebsten im Umfeld von modernen Cloud-Technologien. Aktuell unterstützt er einen Kunden bei der Entwicklung und Auslieferung von Software zur Visualisierung von Fahrzeugen.

Six Principles for Modern Cloud Data Warehouses (auf Englisch)

Dr. Sven BalnojanMercateo, und Dr. Christoph GietlTNG
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In diesem Vortrag werden wir unsere Erfahrungen auf dem Weg zu einer modernen Cloud-basierten Datenarchitektur teilen sowie wie sie uns geholfen hat, die Datenqualität um den Faktor 5 zu steigern und die Durchlaufzeiten für neue Berichte und Dashboards um den Faktor 10 zu senken. Wir haben das geschafft, indem wir uns intensiv darauf konzentriert haben, eine Menge moderner Software-Engineering-Best Practices in die Datenwelt zu bringen, insbesondere sechs spezifische Prinzipien. Einige der besten Vorgehensweisen reichen von einer monolithischen auf ETL basierten Legacy-Datenarchitektur, die auf blankem Metall gehostet wird, über die AWS Cloud mit einer modernen ELT-Architektur bis hin zur Versionierung all dessen, was in einen kontinuierlichen Integrations-Workflow integriert ist und vieles mehr. TNG war als Teil des Data Engineering Teams tief in all diese Schritte involviert.

Sven ist Product Owner eines Datenteams bei Mercateo, Vater von drei Kindern und vertieft sich normalerweise in seinen Blog-Posts und Newslettern in Daten, von DevOps angwendet auf Daten bis hin zu technischer oder sogar Teamarchitektur.

Christoph ist Senior Consultant bei TNG. Seine Leidenschaft für Data Engineering und Cloud Computing entdeckte er bei Mercateo, wo er von 2017 bis 2020 Teil von Svens Team war. In seinem aktuellen Projekt hilft Christoph Datenwissenschaftlern dabei, Infrastruktur für die Entwicklung und den Betrieb von maschinellem Lernen zu konzipieren und umzusetzen. Christoph interessiert sich für Craft Beer, Geschichte und Bayern München.

Game Days @ Elli: How We Learned to Stop Worrying and to Love Incidents (auf Englisch)

Dimitris KirtsiosElli, und Dr. Katja RiedTNG

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 "You built it; you run it!" Das ist eines der Kernmottos der DevOps-Kultur. Wie also bereiten Sie Ihre Entwickler auf den "Betrieb" vor? Die Game Days bieten eine unterhaltsame, kollaborative Möglichkeit, Ingenieure im Umgang mit Störfällen zu schulen und Lücken in ihrer Infrastruktur und ihren Prozessen zu finden. Ingenieure werden mit realen, auf produktionsähnlichen Systemen vorbereiteteten Ereignissen konfrontiert und erhalten die Chance, die Analyse und Behebung einer Vielzahl von Problemen in einem realistischen, praktischen Umfeld zu üben. In diesem Vortrag berichten wir über unsere Erfahrungen bei der Planung und Durchführung von Game Days für 51 Ingenieure bei Elli, einem Anbieter von Elektromobilitätslösungen im Volkswagen Konzern.

Dimitris ist Softwareingenieur bei Elli und macht Backend-Entwicklung. Elli hat ein "You built it; you run it"-Kultur, daher arbeitet er als Backend-Entwickler auch an Infrastruktur- und Zuverlässigkeitsthemen. Er hat einen M. Sc. in Elektrotechnik und Computertechnik. In seiner Freizeit schreibt er gerne in seinem Blog über Technik, läuft, radelt und spielt Brettspiele.

Dr. Katja Ried ist Software Consultant bei TNG und arbeitet mit Elli an der Entwicklung und dem Betrieb ihrer Elektromobilitätsdienstleistungen. Bevor sie zu TNG kam, forschte sie an der Schnittstelle von Quanteninformation und maschinellem Lernen in Waterloo und Innsbruck.

Hardware & Reality Hacking

Kunstflug wird, obwohl er ein sehr interessanter Aspekt der Luftfahrt ist, in der akademischen und geschäftlichen Welt etwas übersehen. Die meisten Anforderungen an Flugzeugmissionen wie Reichweite, Ausdauer oder Nutzlastkapazität führen oft zu Lösungen, die im Widerspruch zu denen stehen, die sonst leistungsfähige Kunstflugzeuge hervorbringen würden. In diesem Zusammenhang hat jeder, der schon einmal bei einer Flugshow war, wahrscheinlich in den Himmel geschaut und in Ehrfurcht betrachtet... Aber es ist eine Sache, einer Vorführung eines kleinen und leichten Kunstflugzeugs zuzusehen und eine ganz andere Erfahrung, einem 30 Tonnen schweren Kampfflugzeug dabei zuzusehen, wie es mit Überschallgeschwindigkeit vorüberfliegt, Wolken aus der Luft zaubert und den ganzen Ort zum Nachhallen bringt, nur um dann scheinbar unmögliche Manöver ähnlich des kleineren, leichteren Flugzeugs zu vollführen. Moderne Kampfflugzeuge sind erstaunliche Konstruktionen und technologische Errungenschaften. Einen Extremkunstflug zu erlebens ist definitiv ein aufregendes Erlebnis und man fragt sich vielleicht: "Was habe ich gerade gesehen?", "Wie ist das überhaupt möglich?" In diesem Vortrag werde ich Ihnen von meiner Faszination für das Thema erzählen und Sie mit auf die Reise meiner Erarbeitung einiger Antworten nehmen, bei der ich meine technischen Fähigkeiten mit praktischen Experimenten mithilfe ferngesteuerter Modellflugzeuge sowie sorgfältiger Analyse von Videomaterial kombiniert habe. Ich hoffe, Ihnen die Schönheit des extremen Kunstflugs durch meine Augen zeigen zu können!

Alejandro Ibáñez ist Künstler-Unternehmer, angetrieben von einer intensiven Leidenschaft für die Luftfahrtwelt, die ihn dazu veranlasste, seinen B. Sc. in Luft- und Raumfahrtfahrzeugtechnik zu erwerben. Sein Interesse gilt Kampfflugzeugen, extremer Kunstflugtechnik nach dem Stopp und Luftfahrtschauen. Nach 18 Jahren des Konstruierens, Bauens und Fliegens von Modellflugzeugen arbeitet er nun an seinem nächsten Flugzeugprototyp, den er irgendwann für den RC-Hobbymarkt herstellen und vertreiben will. Alejandro betreibt auch Airguardian, einen YouTube-Kanal, der der Luftfahrt gewidmet ist und über 47,5 Millionen Abonnenten und 20 Millionen Aufrufe hat.

It's All About Who Cares: Becoming a Robot or How Teleportation Will Solve Aging. Twice. (auf Englisch)

Rafael Hostettler, Devanthro GmbH

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Im nächsten Jahrzehnt werden eine Milliarden Babyboomer in Rente gehen. Aber wer wird sich um sie kümmern? Die häusliche Pflege ist der am schnellsten wachsende Beruf, aber immer noch übersteigt die Nachfrage das Angebot, und die Pflege ist hart, schlecht bezahlt und wird es immer sein. Düstere Aussichten für die größte Generation, in Würde altern zu können. Aber lassen Sie uns über Roboter sprechen und darüber, wie sie nicht helfen werden. Und darüber, was sich ändern muss, damit sie es können, was wir tun müssen, damit sie es können und wie wir andere disruptive Technologien wie VR / AR und 5G / Starlink nutzen können, damit sie es tun. Lasst uns von dort aus verstehen, was das alles mit Teleportation und der Transformation zum Roboter zu tun hat, um endlich die größte Frage von allen zu beantworten: Wen interessiert das? Bei dieser Tour de Force über die Verwandlung von Science Fiction in wissenschaftliche Fakten zu verwandeln, hoffe ich, Sie zu inspirieren, mit mir in eine spekulative Zukunft zu reisen und zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es keine wissenschaftlichen Wunder, sondern nur ein paar begeisterte Menschen, die sich wirklich dafür interessieren braucht, um dorthin zu gelangen.

Rafael Hostettler, 1985 mit einer unstillbaren Neugierde geboren, verfolgt ein einfaches Ziel: Auf unbestimmte Zeit neugierig zu bleiben. Nach Abschluss seines M. Sc. in Computational Science an der ETH Zürich, einer Masterarbeit bei Disney Research in physisch basierter Animation, der Mitautorenschaft eines Patents auf Augmented Reality und der Auszeichnung mit einem Best-Paper-Preis für eine Erfindung, die Farbbilder nur aus weißem Licht und Prismen mit schwarzer Markierung erzeugt, gründete er ein MedTech-Startup für bildgesteuerte Navigation mit dünnen Instrumenten: Medical Templates. Sein Produkt ist entschieden kein Roboter, wurde jedoch als "so disruptiv, dass es, wenn man es auf den Markt bringt, keinen Wettbewerb mehr geben wird" bezeichnet und folglich wurde das Unternehmen erst kürzlich zum "vielversprechendsten Start-up für GE Healthcare" gekürt. Parallel dazu arbeitet er mit einigen der besten Forschungseinrichtungen (TUM, Fraunhofer, University of Oxford, CUHK, The Human Brain Project) und Konzernen (Infineon, Autodesk, Amazon, Nvidia,...) zusammen, um ein hochkarätiges Wissenschaftsunternehmen zu gründen: Devanthro - the Roboy Company. Die Vision ist die Konstruktion von Robotern, die eines Tages so wendig, geschickt und elegant werden wie der menschliche Körper - jedoch ohne seine Fragilität, sodass wir eines Tages so leben können wie diese Roboter. Daher ist es nur logisch, dass er nun Roboter ohne Gehirn baut, die von Menschen in Kontrollanzügen gesteuert werden und gerade vom größten Roboterwettbewerb der Welt zurückkommt, bei dem er im Halbfinale steht: Dem mit 10 Millionen Dollar dotierten ANA Avatar XPRIZE.

Why Is the BMW Group Interested in Quantum Computing? (auf Englisch)

Dr. Johannes Klepsch, BMW Group
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In diesem Vortrag geht es um die Beantwortung der Frage, warum sich die BMW Group im Bereich Quantencomputing engagiert. Wir gehen weiter auf die aktuellen Aktivitäten der BMW Group ein und schließen mit einem kurzen tiefen Abstecher in die Anwendungen von Quantencomputern entlang der automobilen Wertschöpfungskette.

Johannes ist Produktinhaber für aufstrebende Technologien in der IT der BMW Group. Er ist Vorsitzender einer Arbeitsgruppe im Quantum Computing Application and Technology Consortium und leitet die Quantum Computing Initiative der BMW Group. Seine Interessen liegen an der Schnittstelle von Technologie und Wirtschaft mit einem Fokus auf datengetriebene Innovation. Er hat einen mathematischen Hintergrund und promovierte an der TU München.

Brain Computer Interfaces Demystified - Können Gedanken die Kontrolle übernehmen?

Jonas Mayer, Martin Förtsch und Thomas EndresTNG

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Was wäre, wenn ein Brain Computer Interface (BCI) Ihre Gedanken in Befehle zur Steuerung von Software oder Hardware übersetzen könnte? Das TNG Innovation Hacking Team hat sich mit verschiedenen Brain Computer Interfaces auseinandergesetzt und versucht eine solche Software zu entwickeln. Ein interessantes Gerät in diesem Umfeld ist das OpenBCI, welches Programmierschnittstellen für z.B. C++, Python, Java und R bereit stellt. Der Vortrag gibt einen Überblick über verschiedene BCI-Hersteller und -typen, sowie deren unterschiedlichen Ansätze zur Erfassung von Strömen. Das Team hat sich dabei der Herausforderung gestellt, Techniken aus der künstlichen Intelligenz einzusetzen, welche die Auswertung der Gehirnströme aus der Elektroenzephalografie (EEG) unterstützen. Die Sprecher haben verschiedene Experimente und prototypische Showcases u.a. mit OpenBCI, EMotiv Epoc-X und NextMind implementiert und teilen ihre Erfahrung mit dem Publikum. In diesem spannenden und unterhaltsamen Vortrag erhalten Sie eine Einführung in die Welt der Gedankensteuerung. Dabei gehen die Sprecher insbesondere auf die Techniken im Bereich des Deep Learning ein, die bei dieser Anwendung zum Einsatz kommen. Die Einführung von z.B. Evolutions-Strategien in Form genetischer Algorithmen zur Optimierung künstlicher, neuronaler Netze runden den Vortrag ab.

Jonas Mayer arbeitet im Innovation Hacking Team der TNG Technology Consulting und beschäftigt sich dort hauptsächlich mit der Entwicklung von innovativen Showcases und Prototypen in Soft- und Hardware. So arbeitete er seit 2018 an verschiedensten Projekten, wie zum Beispiel Deepfakes, Mixed Reality KI-Kunstwerken und autonom fliegenden Minidrohnen. Jonas studierte Informatik: Games Engineering an der TU München und beschäftigte sich dabei neben den üblichen Spieleprojekten auch intensiv mit High Performance Computing und Machine Learning.

Martin Förtsch ist ein IT-Berater der TNG Technology Consulting GmbH mit Sitz in Unterföhring bei München und studierte Informatik. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Agile Development (hauptsächlich) in Java, Suchmaschinentechnologien, Information Retrieval und Datenbanken. Als Intel Software Innovator und Intel Black Belt Software Developer ist er darüber hinaus intensiv in der Entwicklung von Open-Source Software im Bereich der 3D-Kameratechnologien und dem Internet of Things involviert. Darüber hinaus hält er zahlreiche Vorträge auf nationalen und internationalen Konferenzen zu den Themen Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Augmented Reality und Test Driven Development. Er wurde unter anderem mit dem Oracle JavaOne Rockstar ausgezeichnet.

Thomas Endres arbeitet in der Rolle eines Partners als IT-Consultant für TNG Technology Consulting in München. Neben seiner "normalen" Tätigkeit für die Firma und die Kundenprojekte entwickelt er zusammen mit dem TNG-Hardware-Hacking-Team veschiedene Prototypen - darunter ein Telepräsenz-Robotik-System, mit dem man die Realität aus den Augen eines Roboters erleben kann, oder aber eine Augmented-Reality-KI, die die Welt aus der Perspektive eines Künstlers zeigt. Er arbeitet an Anwendungen im Bereich der AR/VR, KI sowie der Gestensteuerung, um damit beispielsweise Quadrokopter autonom fliegen zu lassen oder berührungslos zu steuern. Darüber hinaus ist er in verschiedenen Open-Source-Projekten in Java, C# und allen Spielarten von JavaScript involviert. Thomas ist studierter Informatiker (TU München) und leidenschaftlicher Softwareentwickler. Als Intel Software Innovator und Black Belt präsentiert er weltweit neue Technologien wie KI, AR/VR und Robotik. Dafür erhielt er unter anderem einen JavaOne Rockstar-Award.

Wir - 70 Student:Innen überwiegend von der Technischen Universität München - sind TUM Boring. Was uns eint, ist die Motivation, durch die Teilnahme an Elon Musks Not-a-Boring Competition und die damit verbundene Entwicklung der schnellsten Tunnelbohrmaschine der Welt einen nachhaltig positiven Einfluss zu haben. Statt bestehende Infrastruktur einfach zu erneuern, sollten wir Mobilität von Grund auf neu denken und sie dreidimensional gestalten! Tunnel helfen, viele der drängenden Mobilitätsprobleme von heute zu lösen, darunter auch das berüchtigtste: Staus. Wir können sie für innovative Konzepte wie den Loop oder den Hyperloop nutzen. Individualisierter Punkt-zu-Punkt-Verkehr ohne Zwischenstopps ermöglicht nie dagewesene Reisegeschwindigkeit, Komfort und Flexibilität. Mobilität dreidimensional zu gestalten, ist eine Notwendigkeit für effizientere und weniger zeitaufwändige Transporte. Es erhöht auch unsere Lebensqualität und wir können ehemalige Straßen in Grün- und Erholungsräume verwandeln, die speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrern, Fußgängern und Anwohnern abgestimmt sind. Unser technisches Konzept überzeugte The Boring Company voll und ganz und wir sind als eines von nur zwölf Teams aus 400 Teilnehmern zum Finale eingeladen. In den vergangenen Monaten haben wir unser Konzept in die Realität umgesetzt und eine 22 Tonnen schwere und 12 Meter lange Tunnelbohrmaschine gebaut. In unserem Vortrag werden wir rückblickend Highlights sowie Herausforderungen beim Bau der Bohrmaschine betrachten und einen kleinen Ausblick auf die Zukunft von TUM Boring – Innovation in Tunneling e.V. geben.

Katharina Prantl ist Teil des Operations Team und hat unter anderem Aufgaben im Legal & Finance, Sponsoring und Marketing übernommen. Aktuell studiert sie Management & Technologie im Master an der Technischen Universität München.

Maximilian Oberpriller leitete das Cutterhead-Subsystem von TUM Boring, welches für den Materialabbau zuständig war. Dort musste gewährleistet werden, dass mit einem Schneidrad der Boden gelockert und dieser anschließend in die Abbaukammer gefördert wird. Eine besondere Herausforderung war der enge Bauraum und die Konstruktion der Komponenten, welchen hohen Kräften ausgesetzt waren. Maximilian studiert aktuell Maschinenwesen im Bachelor an der Technischen Universität München.

Im Rahmen der globalen Explorations-Roadmap wären Außenposten auf der Mondoberfläche ein wertvolles Sprungbrett für die Erforschung des Mars. Ein lunarer Außenposten wäre sehr vorteilhaft bei der Verringerung des Risikos und der Kosten künftiger bemannter Missionen. Durch die Nutzung der Ressourcen vor Ort kann die Gesamtmenge des benötigten Brennstoffs, Zubehör und das Gewicht beim ersten Start reduziert werden, wodurch Projekte realisierbarer werden. Zumal Rover für Weltraumfahrten und Sintertechniken bereits relativ gut entwickelt sind (TRL 7 bzw. TRL 5), liegt die Herausforderung in der Schnittstelle beider. Unser Ziel ist ein Proof-of-Concept-Design des Rovers und die Möglichkeit, mit konzentrierten Sonnenstrahlen direkt auf dem Boden zu drucken. In zukünftigen Iterationen hoffen wir, unsere Erforschung der Bewohnung von extremen Umgebungen zu äquatorialen Regionen auf der Erde auszuweiten. Mögliche Anwendungen des Lebensraumgestaltung in Wüsten wären unter anderem der verbesserte Bau von Solarparks, Wasserleitungen und allgemeiner Infrastruktur.

WARR Exploration ist ein Teilbereich der WARR (Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt), einer studentischen Gruppe, die an raumfahrtbezogenen Projekten arbeitet. WARR Exploration widmet sich speziell der Entwicklung eines Rovers (Projekt REBELS), der für zukünftige bemannte Mondmissionen Lebensräume auf dem Mond bauen wird. Die Mission von WARR Exploration basiert auf dem Monddorf der ESA, das ebenfalls versucht, eine Mondbasis für Menschen zu schaffen, die als Basis für zukünftige Weltraummissionen dienen würde.

Brendan Mance hat die Entwicklung des Fahrgestells und der Nutzlast für die LARSS- bzw. Hypatia-Rover von WARR Exploration beaufsichtigt. Er war auch für linguistische Beratung der Social-Media-Verantwortlichen des Teams zuständig. Nach seiner dreijährigen Amtszeit im Team fungiert er nun als Co-Projektleiter. Derzeit studiert er zwei Studiengänge an der Technischen Universität München: B. Sc. Management und Technologie sowie B. Sc. Luft- und Raumfahrttechnik.  

Saifullah Zekar hat als Teamleiter für Command and Data Handling (Software) gedient. Er fungiert nun als Co-Projektleiter. Derzeit studiert er Elektro- und Informationstechnologie an der Technischen Universität München.

"Können wir den schnellsten und besten Rennrollstuhl der Welt bauen?" Diese Frage richtete Geschäftsführer Stefan Dürger an sein Team beim Hilfsmittelspezialisten Orthotec. Das Schweizer Unternehmen fördert die Bewegungsfreiheit von Menschen mit Querschnittlähmung und ähnlichen Einschränkungen. Zum Angebot gehören auch Sportgeräte wie Rennrollstühle. Aus Stefan Dürgers Frage wird eine Vision, aus der vier Jahre später zwei Rennrollstuhlmodelle und ein neuartiges Messverfahren für die optimale Sitzposition im Rollstuhl hervorgehen. Innovationen, die nur dank beispielloser Zusammenarbeit von Fachspezialisten und Athleten möglich wurden. Was ist das Revolutionäre am neuen Rennrollstuhl OT FOXX, mit dem Spitzensportler Marcel Hug seither neue Massstäbe in der Leichtathletik setzt? Welches Wissen aus der Formel 1 floss in die Entwicklung ein? Warum wirkt sich die Erfindung positiv aufs Rollstuhlfahren im Alltag aus? Und was hat ein Fuchs mit all dem zu tun?

Stefan Dürger ist Geschäftsführer beim Schweizer Hilfsmittelunternehmen Orthotec – eine Tochter der Schweizer Paraplegiker-Gruppe, die ein weltweit einzigartiges Leistungsnetz betreibt für die Rehabilitation und lebenslange Begleitung von Querschnittgelähmten. Zuvor war Maschinenbau-Ingenieur Stefan Dürger als Kadermann, Geschäftsführer sowie als selbständiger Berater in nationalen und internationalen Industriebetrieben tätig.

Nach dem Abschluss des Masterstudiums als Maschinenbauingenieur an der ETH Zürich hat Fabian Gafner sich als Ingenieur dem Rennsport gewidmet. Seit 2014 ist er bei der «Sauber Group» tätig. Als Composite Engineer arbeitete er in der Motorsportabteilung an Leichtbaukonstruktionen und strukturellen Karbonteilen. Im Jahre 2018 konnte er intern in die neu gegründete Firma «Sauber Engineering AG» wechseln, welche sich zur Aufgabe gesetzt hat die Formel 1™ Technologien nach außen zu tragen und externen Firmen zugänglich zu machen. Seither betreut er als Head of Engineering Kundenprojekte mit Fokus auf Leichtbau, Composites und Additiver Fertigung.

Open Source

Open Source Compliance Done Right, Featuring Opossum (auf Englisch)

Michael ChengFacebook, und Maximilian HuberTNG

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Jedes Unternehmen ist ein Softwareunternehmen und jedes Softwareunternehmen nutzt Open Source. Von Kubernetes über React bis Mozilla Firefox ist Freie Software überall. Warum ist offensichtlich, da es die kollaborativen Ergebnisse einer ganzen Welt kluger Kollaborateure liefert. Aber das ist nicht einfach umsonst. Diese Kollaborateure wollen auch ihre Zuordnung erhalten oder haben sich möglicherweise für ein Lizenzmodell entschieden, das das Ziel verfolgt, die Freiheit ihrer Zusammenarbeit zu bewahren. Wir wollen diese Wünsche, die in der Lizenzwahl verschlüsselt sind, mit dem spezifischen Ziel erfüllen, auch im Open-Source-Ökosystem ein guter Bürger zu sein. In diesem Vortrag werden wir erklären, warum diese Aufgabe so komplex ist. Wir werden verschiedene Ansätze erläutern, um das Ziel der Compliance zu erreichen. Und wir werden zeigen, wie das mit Open Source selbst funktioniert. Der Star dieser Show wird unser entwickeltes Opossum sein.

Michael ist Produktmanager bei Facebook und unterstützt derzeit unternehmensweit Open Source und Standards. Michael ist ehemaliger Netzwerktechniker, Investmentbanker, Autoverkäufer und M&A-Anwalt. Zuvor leitete er die Produkt- und IP-Funktion im M&A-Anwaltsteam von Facebook. Während seiner Zeit bei Facebook hat Michael über 20 Open-Source-Stiftungen, Non-Profit- und normsetzende Organisationen gegründet und/oder ist jetzt aktiv im Vorstand tätig, darunter: ML Commons, Confidential Computing Consortium, Libra / Diem Association, Urban Computing Foundation, OpenChain, Open Invention Network Technical Advisory Committee, Magma Foundation und andere.

Maximilian Huber ist Open Source Compliance Nerd und Principal Consultant bei TNG Technology Consulting, wo er sich auf den Aufbau und die Integration von Open Source Compliance Lösungen aus Open Source spezialisiert hat. Er ist Commiter und Betreuer in mehreren Open-Source-Projekten wie FOSSology, SW360, LDBcollector, yacp und der Lizenz-Compliance-Toolbox. Seine Aktivität findet sich auf https://github.com/maxhbr. Weitere ausgeprägte Interessen von Maximilian sind funktionale Programmiersprachen wie Haskell und funktionale Paketverwaltung mit NixOS.

Werkzeuge und Methoden

Consistent Like a Monolith, Flexible Like a Microservice (auf Englisch)

Konstantin Knauf, Head of Product, Ververica

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Microservice-Architekturen haben die Welt im Sturm erobert und es Teams ermöglicht, Komponenten unabhängig zu entwickeln, einzusetzen und zu verwalten. Die moderne Infrastruktur hat diesen Trend beschleunigt, da Tools wie Kubernetes und AWS Lambda es einfacher denn je machen, mehrere Dienste bereitzustellen. Unternehmen haben jedoch festgestellt, dass diese Flexibilität ihren Preis hat; da Dienstleistungen unabhängig voneinander versagen, werden Überlegungen zu Korrektheit und Konsistenz schwierig. Stateful Functions, die neueste Ergänzung zu Apache Flink, verspricht beides: die operative Flexibilität von Mikroservices und die Durchgängigkeit eines Monolithen. Klingt zu schön, um wahr zu sein? In dieser praktischen Sitzung lernen Sie die Kernideen des Projekts kennen, Sie werden sehen, wie man eine einfache Stateful Functions-Anwendung schreibt, einsetzt und überwacht, und schließlich erfahren Sie, welche Kompromisse Sie eingehen, wenn Sie Stateful Functions verwenden.

Als Head of Product bei Ververica unterstützt Konstantin mehrere Produktteams, die an Apache Flink, Stateful Functions und unseren kommerziellen Produkten arbeiten, sowohl bei der Feature Discovery als auch bei der Auslieferung. Zuvor leitete er das Lösungsarchitekturteam und half sowohl unseren Kunden als auch der Open-Source-Community, das Beste aus Apache Flink herauszuholen. Bevor er zu Ververica kam, arbeitete er als Senior Consultant bei TNG Technology Consulting, wo er deren Kunden hauptsächlich in den Bereichen Distributed Systems und Automation unterstützte. Konstantin hat an der TU Darmstadt Mathematik und Informatik mit den Schwerpunkten Stochastik und Algorithmik studiert.

Bis 2019 organisierte die Heise Medien GmbH & Co. KG die Cyber Security Challenge Germany (CSCG). Die CSCG ist ein Hacking Wettkampf, der dazu gegründet wurde, für den europaweiten Wettkampf (European Cyber Security Challenge) ein deutsches Nationalteam zusammenzustellen. Durch das Wegfallen des Hauptorganisators wäre die CSCG ausgefallen und Deutschland hätte nicht mehr an der Europameisterschaft teilnehmen können. Um dies zu verhindern, wurde Ende 2019 ein neuer Verein mit dem Namen „Nachwuchsförderung IT-Sicherheit e.V.“  gegründet. Seitdem übernimmt der Verein die Organisation und Durchführung des größten IT-Sicherheitswettbewerbs Deutschlands. In diesem Vortrag wollen wir einen Einblick geben, wie solch eine Challenge durchgeführt wird, wieso wir eine komplett neue Plattform dafür entwickelt haben und welche Ziele und Events der Verein hat.

Tobias Madl ist seit 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer AISEC und promoviert derzeit an der Technischen Universität München (TUM). Er hat einen Bachelor der Informatik und einen Master in Applied Research in Engineering Sciences mit dem Schwerpunkt auf Automotive Security von der Hochschule München. Seine Aufgaben am AISEC sind vor allem Penetrationstests im Bereich Fahrzeug- und Industriesicherheit, sowie Security Risikoanalysen in beiden Themen. Seine derzeitige Forschung entwickelt ein neues Sicherheitskonzept für Kooperative Intelligente Fahrzeugnetzwerke, welches ein neues Vertrauensverhältnis zwischen den Netzwerkteilnehmern herstellen soll. Tobias ist ein Offensive Security Certified Professional (OSCP) und hat 2018 die European Cyber Security Challenge (ECSC) gegen 17 andere internationale Teams gewonnen. Er ist außerdem Mitglied des Capture the Flag Teams „ALLES!“, welches jährlich Platz 1 in Deutschland und Top 10 weltweit erreicht.

Erwin Goslawski ist Software Consultant bei TNG und entwickelt derzeit cloudbasierte Webanwendungen im Logistikbereich. Zuvor studierte er Informatik und Wirtschaftswissenschaft an der RWTH Aachen. Erwin belegte 2015 mit dem deutschen Team den zweiten Platz bei der European Cyber Security Challenge (ECSC) und ist Mitglied des Capture the Flag Teams „ALLES!“. In seiner Freizeit treibt Erwin am liebsten seine Pilotenausbildung voran.

In diesem Vortrag werden wir über unsere Erfahrungen der letzten Jahre berichten, in denen wir hunderte von Anwendungsinstanzen über ein Self-Service-Portal in Cloud-Infrastrukturen auf der ganzen Welt bereitgestellt und gepflegt haben. Unsere Kunden wünschen sich eine eigene Instanz einer vordefinierten Gruppe von Drittanbieter-Anwendungen aus der Vor-Cloud-Ära, die normalerweise nur eine manuelle Konfiguration vorsehen. Wer hat wann welche Änderung vorgenommen und warum? Normalerweise kann diese Frage in einem solchen Setup nicht beantwortet werden, da jede Instanz so individuell ist wie eine Schneeflocke. Mit unseren Werkzeugen halten wir die Konfiguration jeder Schneeflocke aufrecht, um reproduzierbar, überprüfbar und verständlicher zu werden. Indem wir nicht nur Infrastructure as Code (IaC), sondern auch Configuration as Code (CaC) einführen, schaffen wir es, jede Konfiguration als Quellcode zu behandeln und jeden Cloud-Anbieter zu nutzen. Wir werden erklären, wie wir verschiedene Technologien wie Kubernetes, Helm, OpenShift, Ansible, Terraform und Docker einsetzen, um dieses Konzept umzusetzen. Wir schließen den Vortrag mit einer Vorstellung unserer Best Practices, die wir während dieser Reise gelernt haben.

Lukas' Leidenschaft für professionelle Softwareentwicklung hält bereits seit über zehn Jahren an. Nach Abschluss seines Informatikstudiums kam er vor vier Jahren zuTNG und arbeitet heute als Senior Software Consultant. Er begann seine Karriere als Webentwickler und wurde während seiner Zeit bei TNG zum Experten für Cloud, Containerisierung und DevOps. "Zuerst dachte ich, dass man mit Web-Technologie alles erreichen kann. Jetzt weiß ich, dass es ohne Container Runtimes nichts ist ".

Thilo Uttendorfer arbeitet bei Allianz Technology und treibt federführend die Bemühungen voran, 100 Teams der Allianz standardisierte und gemanagte Entwicklertools zur Verfügung zu stellen. Nach seinem Informatikstudium spezialisierte er sich auf Automatisierung und Konfigurationsmanagement von Linux-basierter Open-Source-Software. Nach seinem Eintritt bei der Allianz als DevOps-Ingenieur konzentrierte er sich auf Deployment Automation und CI / CD, bevor er an einer großen Kubernetes-Infrastruktur arbeitete.

Have You Secured Your DevOps Recently? (auf Englisch)

Benjamin Goose und Christoph Niehoff, TNG

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Entwickler sind für mehr und mehr Aspekte eines Produktlebenszyklus verantwortlich. Wir schreiben nicht nur Code, damit jemand anders arbeitet. Jetzt erstellen wir die Infrastruktur in der Cloud, schreiben den Code, betreiben das Produkt und entwerfen sogar CI / CD-Prozesse. Das bedeutet, dass wir auch für viele neue Sicherheitsbedrohungen verantwortlich sind. In diesem Vortrag erklären wir, wie Bedrohungsmodellierung in einen agilen Softwareentwicklungsprozess einbezogen werden kann und beschreiben Konzepte zur sicheren Erstellung und Bereitstellung eines Softwareprodukts in einer Cloud-Umgebung.

Benjamin findet vor allem die Eigenständigkeit gut, die Entwicklungsteams durch DevOps in der Cloud erlangen. Als Principal Consultant bei TNG hat er immer wieder die Gelegenheit, Cloud-Projekte zu gestalten und zu evaluieren. Den Aufbau von sicherer Cloud-Infrastruktur und effizienten DevOps-Prozessen hat er durch diese Erfahrungen zu seinem besonderen Anliegen gemacht.

Christoph ist Physiker und hat im Bereich der theoretischen Elementarteilchenphysik promoviert. Bei TNG Technology Consulting arbeitet er als Senior Consultant. Als Full-Stack Entwickler versteht und verbessert er den gesamten Lieferprozess eines Softwareproduktes. Dabei interessiert ihn insbesondere die Frage, wie man Software sicher machen kann.

Micro-Frontends sind ein beliebtes Konzept, um in Enterprise Projekten die unabhängige Zusammenarbeit vieler Teams zu ermöglichen. Aber ist dieser Ansatz wirklich die geeignete Methode? Architekturelle Trennung erhöht die Komplexität und erzeugt Aufwand in Kommunikation und Definition stabiler Schnittstellen. Welche "Micro-Frontend"-Konzepte existieren, was bietet Angular als Standard und wie kann ich für meine Anforderungen den passenden Angular Mechanismus wählen? Gibt es erlaubte Anwendungsszenarien für iFrames? Wie hilft Angular, als beliebtestes Enterprise JS Framework, bei der Struktur des Codes, um das Arbeiten mit Mikro-Frontends zu erleichtern?

Cathrin Möller ist Principal Consultant bei TNG Technology Consulting, wo sie ihrer Programmierleidenschaft in verschiedenen Kundenprojekten nachgeht. Ihr Fokus liegt auf agiler Full-Stack Software-Entwicklung, Software-Architektur, Responsive Design und Testautomatisierung. Sie promovierte in theoretischer Physik in Darmstadt. In ihrer Freizeit rennt sie mit Begeisterung weite Strecken durch die Berge und trainiert hart, um ihre Laufrekorde weiter zu steigern.

Seit ihrer Gründung 1971 entwickelt die AKDB ein Komplettangebot an Lösungen für die bundesweite Digitalisierung von Kommunen und öffentlichen Einrichtungen. Hierzu zählen Software, IT-Sicherheit, Beratung, Schulung und eine umfassende Dienstleistungspalette. Das Spektrum an IT-Services reicht von SaaS-Lösungen aus dem BSI-zertifizierten Rechenzentrum für alle behördlichen Fachbereiche über hoheitliche Aufgaben bei den bayerischen Melde- und Personenstandsregistern bis hin zu komplett gemanagten IT-Umgebungen. Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen stellt auch Kommunen vor neue große Herausforderungen. Vieles ist bereits jetzt digital möglich, aber insbesondere komplexe Prozesse stecken zum Teil noch in den Kinderschuhen und erfordern ein persönliches Vorsprechen bei der Behörde oder erheblichen manuellen Aufwand. Anhand von zwei Beispielen wollen wir die mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen und technischen Lösungen betrachten:

  • Der 'Online'-Umzug
  • Der Zensus 2022 (aka. 'Volkszählung')

Zur fachlichen Komplexität tragen auch gesellschaftliche und historische Rahmenbedingungen wie der Föderalismus oder das Volkszählungsurteil von 1983 bei.

Franz-Xaver Salat ist Product Owner und technischer Leiter der Entwicklung Einwohnerwesen bei der AKDB. In den vergangenen Jahren lagen seine Schwerpunkte in den technischen Aspekten der Transition von einem proprietären 4GL-System zu einem auf einer zeitgemäßen Architektur basierenden, modernen mit Java-Technologie entwickelten Verfahren.

Ulrike Schröder hat Physik in Darmstadt, Lissabon und Köln studiert und in experimenteller Festkörperphysik promoviert. 2017 tauschte sie Ultrahochvakuumkammer gegen Laptop und ist jetzt als Senior Software Consultant im Einwohnerwesen der AKDB als Entwicklerin und Analystin tätig.

Wissenschaft und Philosophie

Krieg und Frieden, Glaube und Liebe, Diplomatie und Verschwörung, sowie das große Bedürfnis nach Sicherheit - in der Geschichte der Menschheit gab es schon immer triftige Gründe, um Informationen geheim zu halten. Anhand der umfangreichen Kryptologie-Sammlung des Deutschen Museums, die auch sehr wertvolle Einzelexponate umfasst, lässt sich die Geschichte der geheimen Kommunikation anschaulich von der Antike bis zur Gegenwart erzählen. Mit dabei: Einblicke in die Themen Ausstellen, Sammeln, Bewahren und Forschen aus dem Arbeitsalltag einer Kuratorin am größten Wissenschafts- und Technikmuseum der Welt.

Dr. Carola Dahlke ist Kuratorin für Informatik & Kryptologie am Deutschen Museum, mit großer Faszination für Chiffriermaschinen und deren Historie. Zuvor war die Geowissenschaftlerin viele Jahre in der Umwelt- und Klimaforschung tätig, zuletzt am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg.

Wie wir mit integrativem Impact Investing unseren Planeten vielleicht doch noch retten können

Stefan Fritz, Partner bei Primepulse

Wenn wir unsere Erde noch halbwegs intakt an unsere Kinder übergeben wollen, müssen wir jetzt wirklich etwas tun. Aber schon ein kurzer Blick auf die Spieltheorie macht deutlich: Ohne massive Veränderung unseres gesellschaftlichen Betriebssystems kann das nicht gelingen. Ausgerechnet der in letzter Zeit oft gescholtene Kapitalismus bietet interessante Perspektiven, wenn wir ein paar Umbauten vornehmen. Welche Algorithmen und Variablen können wir anpassen, um unsere Systeme wieder zu stabilisieren? Der Vortrag bietet eine kurzweilige Einführung, warum und wie wir mit Impact Konzepten unseren Planeten nachhaltig auf den richtigen Kurs bringen können.

Stefan Fritz ist Partner bei Primepulse und Impact Investor mit Schwerpunkt DeepTech im B2B-Bereich. Auf seinem Blog stefanfritz.de beschäftigt er sich mit digitalen as-a-Service- und Plattform-Geschäftsmodellen und den Möglichkeiten von Impact Investing als Rahmen für nachhaltiges Unternehmertum.

Cookit "My Recipe" - Pioneering Digital Transformation at BSH (auf Englisch)

Ronny Bach, BSH, Niklas Eicker und Andreas MühlhäuserTNG

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Seit 2020 unterstützt der Bosch Cookit Kunden dabei, täglich frische Gerichte zu kochen. Der Direktvertrieb an Endkunden bietet die Möglichkeit, noch direkter Kundenfeedback zu sammeln und darauf einzugehen. Aus vielfältigem Kundenfeedback hat sich schnell gezeigt: Unsere Kunden wünschen sich, eigene Rezepte erstellen zu können. Eigene Rezepte lassen sich seit August in der Home Connect App erstellt werden und können dann Schritt-für-Schritt auf dem Cookit gekocht werden - ein Alleinstellungsmerkmal. Die Entwicklung von "Mein Rezept" begann im Herbst 2020 in einem neuen und mehrere Bereiche übergreifenden cross-funktionalen Team. Produktmanagement sowie Hardware- und Softwareteams sind enger zusammengerückt und haben gemeinsam an "Mein Rezept" gearbeitet. In diesem Vortrag beleuchten wir unsere Transformation auf dem Weg von der Idee bis zum erfolgreichen Go-Live.

Ronny Bach ist Produkt Manager bei Home Connect, der Digitalplattform für vernetzte Hausgeräte von BSH. Ronny verantwortet den Digitalbereich des Cookits, der Küchenmaschine mit Kochfunktion von Bosch. Außerdem ist er auch in seiner Freizeit leidenschaftlicher Koch - auch mit dem Cookit.

Niklas ist Software Consultant bei TNG und fullstack Entwickler in einem Scrum Team. Er arbeitet hauptsächlich mit Typescript an Node Microservices und React Web Applikationen. In seiner Freizeit schreibt er gerne Spiele in Rust und beteiligt sich an der Entwicklung einer Open Source Spiel-Engine.

Andreas ist Principal Consultant bei TNG Technology Consulting und aktuell als Scrum Master in einem SAFe Agile Release Train tätig. Nach seinem Informatikstudium startet er bei TNG als Consultant und kam früh in Berührung mit Scrum und agiler Softwareentwicklung. Im Laufe der Zeit hat Andreas verschiedene Teams und Kunden als Scrum Master und Agiler Coach dabei unterstützt effektiver zusammenzuarbeiten und bringt dieses Wissen bei TNG auch als Trainer ein.

Mission Pulse - Entwicklung einer eVTOL-Drohne um Leben zu retten

Balázs Nagy, Sonja Dluhosch, Johannes Werner, Osama Atwi und Margarita Etchegaray Bello, TU München
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HORYZN ist eine 2019 gegründete studentische Initiative, welche aus 58 Bachelor-, Master- und PhD-Studenten der Technischen Universität München (TUM) besteht. Unser Ziel ist es, das im Studium erlernte theoretische Wissen in der Entwicklung von elektrischen, senkrechtstartenden (electrical vertical take-off and landing, eVTOL), unbemannten Luftfahrzeugen (unmanned aerial vehicle, UAV) anzuwenden. Dabei suchen wir in einem inter- nationalen und interdisziplinären Team nach innovativen Lösungen für reale Probleme. Durch die enge Zusammenarbeit mit sechs Lehrstühlen der neu gegründeten Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie bilden wir eine Schnittstelle zwischen Forschung, Industrie und den Studenten. In Deutschland erleiden jedes Jahr 75.000 Personen einen plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand - nur 11% überleben. Tritt der Notfall ein, geht es um jede Sekunde! Ob der Patient überlebt, hängt unmittelbar mit der Hilfsfrist des Krankenwagens und der Abgabe eines Defibrillator- Schocks zusammen. Diese liegt im Durchschnitt bei etwa 9 Minuten. Zu lange! Verkürzt man die Zeit auf durchschnittlich 4 Minuten, so kann man die Überlebenschance verdreifachen. An dieser Stelle kann ein UAV die Zeitspanne lebensrettend verkürzen. Es kann den Defibrillator auf direktem Weg zum Patienten transportieren. Ziel des Projektes ist es, die Machbarkeit des Anwendungsfalls durch simulierte Tastensätze unter realistischen Bedingungen zu erproben.

Sonja Dluhosch, 22, studiert Management & Technology im Bachelor an der TU München und ist Teil des Subteams "Business and Certification". Dabei übernimmt sie Aufgaben im Bereich PR, Business Development und Organisation.

Johannes Werner, 22, studiert Management & Technology im ersten Mastersemester an der TU München und ist Teamlead des Subteams "Business and Certification". Dieses Team beschäftigt sich mit finanziellen und organisatorischen Fragen, betreibt Öffentlichkeitsarbeit, tritt in Kontakt mit Unterstützern und Sponsoren und analysiert zertifizierungstechnische Aspekte für den Bau und Betrieb eines UAVs .

Margarita Etchegaray Bello ist Mitglied des Structure Subteams sich zusammen mit der Herstellung der Komponenten beschäftigt. Sie hat ihr Masterstudium in Chemieingenieurwesen an der Technischen Universität München abgeschlossen und fängt als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Carbon Composites an der TUM an.

Osama Atwi studiert im Master Luft und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität in München und ist mit der Hochschulgruppe HORYZN in der Structure Untergruppe aktiv. Er setzt den Schwerpunkt seines Studiums auf die Entwicklung von VTOL-Flugzeugen und Drehflüglern.

Balázs Nagy studiert Luft- und Raumfahrt an der TUM als Stipendiat des Freistaates Bayern. Im Jahr 2014 wurde er vom ungarischen Staat als „Ungarns Bester Schüler – Bester Sportler“ ausgezeichnet. Neben seinem Studium hat er an mehreren Wettbewerben teilgenommen u.a. an der NASA/DLR Design Challenge 2018 und der Mobility Innovation Competition des Freistaats Bayern, wo er mit seinem Team den ersten Platz gewonnen hat. Ende 2019 hat Nagy die Studierendengruppe HORYZN mit dem Motto „Prototyping the Aerospace of Tomorrow“ an der TUM gegründet.

Das Verhalten der Materie wird durch das Standardmodell der Teilchenphysik bestimmt - wirklich? Alte Rätsel und neue Beweise aus Präzisionsmessungen lauern und stellen die gängige Theorie vor Herausforderungen. Abweichungen bei Prozessen, die so selten sind wie eine von einer Milliarde, deuten darauf hin, dass Elektronen und Myonen unterschiedlicher sind als gedacht: So sollten sie sich nach dem Standardmodell gleich verhalten, jedoch zeigen aktuelle Daten des Large Hadron Collider in Genf, dass sie sich unterschiedlich verhalten. Wenn man diese Anomalie für bare Münze nimmt, kündigt sie einen sehr lauten Zusammenbruch des Standardmodells an und erfordert sofort neue, unkonventionelle Physik. Interessanterweise öffnet eine Lösung mit Leptoquarks, also neuen Teilchen, die Merkmale von Quarks und Leptonen gleichermaßen aufweisen, auch Türen zum berüchtigten und langjährigen Flavor-Rätsel. In diesem Vortrag geht es um den Aufstieg der Anomalien in der Flavorphysik, seltene Zerfälle von Beauty-Quarks und weitere Risse im Gebäude.

Gudrun Hiller erforscht die faszinierende Welt der Elementarteilchen und baut Modelle aus Daten vom LHC und Praezisionsexperimenten. Sie ist Professorin für Theoretische Teilchenphysik an der TU Dortmund, nach Promotion in Hamburg/DESY und Forschungsaufenthalten am SLAC (Stanford), der LMU München und  CERN (Genf).

The World's Greatest Maths Mistakes (auf Englisch)

Matt Parker, Unterhaltungs-mathematiker

Alles beruht auf Mathematik, aber die meisten Menschen bemerken dies erst, wenn es schief geht. Matt Parker erforscht die größten mathematischen Beinahe-Misserfolge und Pannen mit Flugzeugen, Zügen und Autokorrektur. Von Gerätefehlern beim Absturz eines Flugzeugs bis hin zu fehlerhaften Tabellenkalkulationen, die Menschen Millionen von Dollar kosten, gibt es eine Menge, was wir daraus lernen können, wenn Mathematik schief geht.

Matt Parker, bekannt als Stand-up-Mathematiker, ist in der BBC und im Discovery Channel, im Guardian und auf den Bühnen in ganz Großbritannien zu sehen, wie er über Mathematik spricht. Sein Buch "Humble Pi" war als erstes Mathematikbuch ein Sunday Times # 1 Bestseller. Seine YouTube-Videos über Stand-up-Mathematik und Numberphile-Kanäle haben über 100 Millionen Views angehäuft. Im Jahr 2018 berechnete Matt die Zahl Pi live auf der Bühne vor ausverkaufter Royal Albert Hall mit einem echten Pie. Er ist auch die erste Person seit Pink Floyd, die einen Overheadprojektor im Hammersmith Apollo verwendete.

Sudokus sind populär: 9x9 Zahlen, in Reihen, Spalten und Blöcken, die Regeln kennt heute fast jede/r. Die kniffligen Zahlengitter finden sich in vielen Tageszeitungen und zuhauf zu Heftchen gebunden in Bahnhofsbuchhandlungen. Doch die wenigsten bemerken das Heftchen daneben, das zwar ebenfalls Gitter auf dem Titelblatt zeigt, aber vielleicht sind diese nicht 9x9 Kästchen groß, oder es fehlen die vom Sudoku bekannten Zahlen, stattdessen sind Linien angedeutet oder nach verschiedenen Systematiken schraffierte Kästchen. Warum wir uns für die Vielfalt dieser Logikrätsel begeistern, wollen wir in diesem Vortrag erzählen. Wir stellen einige Rätselarten anhand von Beispielen vor, erzählen von der Rätselszene und wie es ist, sich jährlich mit Dutzenden oder Hunderten anderen Rätselfans auf nationalen und internationalen Wettbewerben zu treffen. Mit welcher Strategie schlägt man in der Endrunde einer Rätsel-Weltmeisterschaft den japanischen Top-Favoriten? Philipp kann dies beantworten und die Zuhörerinnen und Zuhörer können sich im Rahmen dieses Vortrags live mit ihm messen!

Schon als Schüler hat Philipp an Mathematik-Wettbewerben teilgenommen und war 2007 zum ersten Mal bei der deutschen Rätsel-Meisterschaft dabei. Seitdem erzielt er regelmäßig Top-Platzierungen und wurde 2015 deutscher Meister. Ab 2009 qualifizierte er sich wiederholt für die Rätsel-Weltmeisterschaft, landete bei seiner ersten Teilnahme direkt auf Platz 8 und wurde 2019 schließlich Weltmeister. Daneben ist er auch vielfacher Teilnehmer der Sudoku-(Welt-)Meisterschaften. Wenn er gerade nicht rätselt, ist Philipp Software Engineer bei Google.

Ute hat Philipp 2013 kennengelernt und sich im Folgejahr erstmals für die deutsche Rätsel-Meisterschaft qualifiziert. Im Anschluss hat sie bei den jährlichen Meisterschaften regelmäßig Platzierungen im Mittelfeld erzielt. Sie begeistert sich auch für das Erstellen von Logikrätseln und das Erfinden komplett neuer Rätselarten. Gemeinsam mit Philipp war sie 2017 und 2019 Autorin der deutschen Rätsel-Meisterschaft. Ute ist Senior Software Consultant bei TNG, Full-Stack-Entwicklerin und Fan von Microservices, Refactoring und Typescript.